Zeit/Ort: 05.05.2011, Rheinsheim, 19:10 Uhr
Einsatzart: Brand
Alarmierung: Führungsgruppe
Eingesetzte Fahrzeuge: MTW 3/19
Anzahl Einsatzkräfte: 4
Einsatzbericht:
Am Donnerstag kam es im Philippsburger Stadtteil Rheinsheim zu einem Großbrand. Mitglieder der Abteilung Waghäusel unterstützen als Mitglieder der Führungsgruppe die örtliche Einsatzleitung.
Gegen 18:45 Uhr brach im Bereich des Lagers eines Baustoffherstellers ein Feuer aus. Aufgrund der dort gelagerten großen Mengen von Bitumen und Dachpappen breitete sich das Feuer rasend aus und entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem Großbrand. Bedingt durch die vielen Notrufe auf der 112 infolge der weithin sichtbaren Rauchwolke sowie den ersten Rückmeldungen der eingetroffenen Philippsburger Feuerwehr alarmierte die Leitstelle Karlsruhe hierfür im großen Umfang Kräfte und Material des Landkreises Karlsruhe, des Stadtkreises Karlsruhe sowie linksrheinisch aus Rheinland-Pfalz nach.
Im Zuge dieser Alarmierungen wurde auch die Führungsgruppe der Stadt Waghäusel, die aus Kräften aller drei Abteilungen besteht, alarmiert. Von Seiten der Abteilung Waghäusel rückten vier Kameraden mit dem Mannschaftstransportwagen zur Einsatzstelle aus.
Vor Ort bildeten die Kameraden mit Mitgliedern der Führungsgruppe Bruchsal die örtliche Einsatzleitung da die Führungskräfte aus Philippsburg bereits anderweitig gebunden waren. Bei einem Einsatz dieser Größe werden mehrere Einsatzabschnitte und ein Bereitstellungsraum gebildet. Einsatzabschnitte waren in diesem Fall etwa „Brandbekämpfung Halle“, „Brandbekämpfung Bahndamm“, „Wasserversorgung Baggersee“, „Wasserversorgung Betonwerk“ sowie der Bereitstellungsraum an der Festhalle. . Der Bereitstellungsraum liegt abseits der Einsatzstelle und wird von den nachrückenden Kräften bis zur Zuteilung zu einem Einsatzabschnitt angefahren.
Jeder dieser Abschnitte wurde von einer anderen Führungsgruppe mit Hilfe eines Einsatzleitwagens 1 (ELW 1) geleitet. Übergeordnet über diese Abschnitte war die örtliche Einsatzleitung mit dem ELW 2 aus Bruchsal. Zentrale Aufgabe dieser war die taktische Unterstützung des Einsatzleiters Jochen Danner.
In der Einsatzleitung wurden die Lagemeldungen der Einsatzabschnitte gesammelt um dadurch ein komplettes Lagebild zu erstellen, welches auf einen Blick die jeweils aktuelle Situation zeigt. Nachforderungen von den Einsatzabschnitten nach Kräften und Material wurden an die Einsatzleitung gerichtet, worauf von dort Kräfte aus dem Bereitstellungsraum abgerufen oder weitere Abteilungen über die Leitstelle nachalarmiert wurden. Im Laufe des Einsatzes wurde von dort aus die Versorgung mit Kraftstoffen sowie Verpflegung für die Einsatzkräfte, als auch deren Verteilung an die weit verstreuten Empfänger geregelt. Zur späteren Stunde wurde von dort aus auch die Ablösung der teilweißen völlig erschöpften Kräfte organisiert.
Die Einsatzleitung war auch zentrale Anlaufstelle und Meldekopf für beispielsweiße die zahlreich vertretene Presse, Vertreter anderer Behörden, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Philippsburg sowie für Kräfte zur Ablösung nach dem Auflösen des Bereitstellungsraum in der Nacht.
Mit Fortschreiten des Einsatzes stellte sich ein Erfolg der Löscharbeiten ein. Dadurch konnten nach und nach Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Parallel dazu konnte dann auch die Einsatzleitung verkleinert werden. So wurden gegen 5:00 Uhr in der Nacht auch die Mitglieder der Abteilung Waghäusel entlassen.
Der Rest der Abteilung Waghäusel wurde während der Erstphase des Einsatzes nicht alarmiert. Sie stellte den Grundschutz für die komplette Stadt Waghäusel sowie umliegend Städte und Gemeinden sicher, da die dortigen Feuerwehren ausgerückt waren.
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